Allrad ab 39.990 Euro
Unter 40.000 Euro gibt es nur ein Elektroauto mit Allrad: den Suzuki e Vitara ALLGRIP-e shine um 39.990 Euro mit 395 km. Knapp darüber liegen der baugleiche Toyota Urban Cruiser um 40.990 Euro, der XPENG L03 AWD um 42.600 Euro, der MG4 XPOWER um 44.740 Euro und der MINI Countryman SE ALL4 um 44.900 Euro. Unter 50.000 Euro folgen unter anderem BYD Atto 3 Evo, Volvo EX30 P8, Kia EV3 und EV4 mit 81,4 kWh und Škoda Elroq 85x.
Der Aufpreis für Allrad beträgt beim Toyota bZ4X 1.700 Euro, beim VW ID. Tiguan 2.200 Euro, beim Kia EV3 2.400 Euro und beim Škoda Elroq und Enyaq 2.600 und 2.800 Euro.
Was Allrad an Reichweite kostet
Ein zweiter Motor braucht Strom. Der Toyota bZ4X verliert mit Allrad 53 km, der Kia EV3 33 km, der Hyundai Ioniq 6 mit 84 kWh 30 km. Bei Škoda Elroq und Enyaq ist der Verlust gering, die WLTP-Reichweite bleibt fast gleich.
Anders bei Modellen, in denen der Allrad mit einer größeren Batterie kommt. Der Volvo EX60 P12 AWD kommt mit 112 kWh 810 km weit, 200 km mehr als der P6 mit Heckantrieb. Auch der BMW iX3 50 xDrive und das Tesla Model Y Premium mit Allrad kommen weiter als die Basisversionen.
Versicherungssteuer: der versteckte Aufpreis
Die motorbezogene Versicherungssteuer richtet sich nach der Nenndauerleistung, und die ist beim Allrad oft deutlich höher. Beim Toyota bZ4X steigt sie von 53 oder 64 auf 136 kW, die Steuer verdoppelt sich auf rund 60 bis 66 Euro im Monat. Bei BYD Seal und Sealion 7 und Volvo EC40 ist es ähnlich.
Bei Škoda Elroq und Enyaq ist es umgekehrt: Der 85x mit Allrad hat 77 kW Nenndauerleistung, der 85 mit Heckantrieb 89 kW. Der Allrad zahlt hier sogar weniger Steuer, beim Elroq 37,53 statt 39,08 Euro im Monat.
Anhänger und Gelände
Allrad bringt meist mehr Anhängelast. Der Porsche Cayenne Electric zieht 3.000 kg, BMW iX, Kia EV9, Hyundai Ioniq 9 und Porsche Macan 4 ziehen 2.500 kg, Volvo EX60, Mercedes GLC und Audi Q6 quattro 2.400 kg. Beim Toyota bZ4X verdoppelt sich die Anhängelast mit Allrad von 750 auf 1.500 kg.
Für schweres Gelände gibt es die Mercedes G 580 mit EQ Technologie um 147.900 Euro und den Toyota Hilux BEV als Pickup mit 700 mm Wattiefe, aber ohne Untersetzung. Der Subaru E-Outback schaffte im ADAC-Fahrbericht leichtes bis mittelschweres Gelände und steile Steigungen problemlos.
Wann sich Allrad lohnt
Für Bergstraßen im Winter, steile Einfahrten und schwere Anhänger lohnt sich Allrad. Wer vor allem in der Ebene und in der Stadt fährt, kommt mit Heck- oder Frontantrieb weiter und zahlt meist weniger. Achten Sie beim Vergleich auf Reichweite, Anhängelast und Versicherungssteuer der Allradversion, nicht nur auf den Aufpreis.