Ein Elektroauto, zwei Ausstattungen
Dacia gehört zur Renault-Gruppe und wird in Österreich von Renault Österreich in Wien vertrieben. Elektrisch gibt es nur den Spring, einen viersitzigen Kleinwagen mit 3,86 Metern. Die Preisliste mit Datenstand 5. November 2026 nennt zwei Ausstattungen mit identischer Technik.
| Ausstattung | Listenpreis | Reichweite WLTP | Laden serienmäßig | Wichtigste Extras |
|---|---|---|---|---|
| Expression | 17.990 € | 245 km | 3,7 kW Wechselstrom | Klimaanlage, LED-Licht, Tempomat |
| Journey | 19.690 € | 250 km | 3,7 kW Wechselstrom | 10,1-Zoll-Touchscreen mit CarPlay, Rückfahrkamera, Keyless |
Beide haben 60 kW an der Vorderachse, schaffen 130 km/h und 12,1 Sekunden auf 100 km/h. Die Batterie ist eine LFP-Batterie mit 27,5 kWh. Eine Anhängelast und eine Dachlast sind nicht zugelassen.
Was der Spring wirklich kostet
Der Spring ist mit 17.990 Euro das günstigste Elektroauto in Österreich. Zum Listenpreis kommen aber zwei Posten, die fast jeder braucht: die Auslieferungspauschale von 250 Euro netto, also 300 Euro brutto, und das Power Pack um 590 Euro.
Ohne Power Pack lädt der Spring nur mit 3,7 kW an einer Wallbox oder 2,3 kW an der Haushaltssteckdose, dort dauert es von 15 auf 80 Prozent rund 9 Stunden. Erst mit dem Paket lädt er mit 11 kW Wechselstrom und 50 kW an der Schnellladesäule, dazu kommt V2L für Geräte am Auto. Mit Pauschale und Power Pack kostet der Expression 18.880 Euro, der Journey 20.580 Euro.
Damit liegt der Spring nur knapp unter dem Konzernbruder Renault Twingo um 19.990 Euro, der 50 kW Schnellladen serienmäßig hat und 262 km weit kommt, aber auch nur vier Sitze. Für Unternehmer ist der Spring voll vorsteuerabzugsfähig, für Dienstnehmer sachbezugsfrei.
Was die Tests sagen
ÖAMTC und ADAC haben den Spring vor dem Modellwechsel als Electric 65 mit 48 kW getestet, beide mit der Note 3,0. Der ÖAMTC vergab beim Verbrauch die sehr gute Teilnote 0,6, im Ecotest kam der Spring rund 185 km weit. Schwach war die passive Sicherheit mit der Teilnote 4,4. Kritisiert werden außerdem Verarbeitung, Komfort und die geringe Langstreckentauglichkeit.
Der heutige Electric 80 hat mehr Leistung bei gleicher Batterie. Für die Stadt und kurze Pendelstrecken mit Wallbox reicht er, für regelmäßige Fahrten auf der Autobahn ist er zu klein und zu langsam beim Laden.
Garantie und Service
Die Fahrzeuggarantie beträgt 3 Jahre oder 100.000 km. Mit der Dacia Plus Garantie lässt sie sich laut Preisliste verlängern: auf 4 Jahre und 80.000 km um 299 Euro, auf 5 Jahre und 100.000 km um 599 Euro und bis auf 8 Jahre und 150.000 km um 1.799 Euro. Dazu bietet Dacia Wartungsverträge mit monatlicher Rate an.
Duster, Sandero und Bigster elektrisch
Den Duster führt Dacia Österreich laut Preisliste vom November 2026 mit Benzin- und Hybridantrieb, teils mit Allrad, aber nicht elektrisch. Dasselbe gilt für den Bigster und den Striker. Sandero und Jogger gibt es als Benziner und als Hybrid. Wer ein größeres Elektroauto aus der Renault-Gruppe sucht, findet es bei Renault, etwa den Renault 4 ab 29.690 Euro oder den Scénic ab 43.490 Euro.
