Welche Elektroautos es von BYD gibt
BYD führt in Österreich sieben Elektro-Modelle mit 14 Varianten. Importeur ist die CCI Car Austria in Wien, die Preislisten stammen von September und Oktober 2026.
| Modell | Bauform | Länge | Listenpreis ab | Reichweite bis | Anhängelast bis |
|---|---|---|---|---|---|
| Dolphin Surf | Kleinwagen, 4 Sitze | 3,99 m | 22.890 € | 322 km | keine |
| Dolphin | Kompakt | 4,29 m | 36.990 € | 427 km | keine |
| Atto 2 | Kompakt-SUV | 4,31 m | 38.990 € | 430 km | 750 kg ungebremst |
| Atto 3 Evo | Kompakt-SUV | 4,46 m | 42.990 € | 510 km | 1.500 kg |
| Seal U | SUV | 4,79 m | 45.990 € | 500 km | 1.300 kg |
| Seal | Limousine | 4,80 m | 50.990 € | 570 km | 1.500 kg |
| Sealion 7 | SUV-Coupé | 4,83 m | 49.990 € | 502 km | 1.500 kg |
Modelle mit dem Zusatz DM-i, etwa Atto 2 DM-i, Seal U DM-i, Seal 6 DM-i und Dolphin G DM-i, sind Plug-in-Hybride mit Benzinmotor.
Welcher BYD zu wem passt
Für die Stadt reicht der Dolphin Surf Boost um 25.890 Euro mit 43,2 kWh und 322 km, mit allen Boni 21.490 Euro. Er hat vier Sitze, keine Anhängerkupplung und keine Wärmepumpe in der Liste.
Als Allrounder ist der Atto 3 Evo Design um 42.990 Euro die beste Wahl. Er hat Heckantrieb, 510 km, lädt mit bis zu 220 kW in 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent und zieht 1.500 kg. Der kleinere Atto 2 um 38.990 Euro bleibt unter 40.000 Euro, darf aber nur einen ungebremsten Anhänger ziehen.
Wer viel Ausstattung für das Geld will, nimmt den Seal U: Schon der Comfort hat Panoramadach, Sitzbelüftung und 360-Grad-Kamera, der Design um 48.990 Euro bringt 87 kWh für 500 km. Für Vielfahrer auf der Autobahn passt der Seal Design um 50.990 Euro mit 570 km, im Test sparsamer als Seal U und Sealion 7.
Listenpreise und Boni
Die Preislisten von BYD Austria nennen den Listenpreis und jeden Bonus einzeln. Der größte ist der E-Mobilitätsbonus Plus, je nach Modell 1.900 bis 6.000 Euro, nur für Privatkunden. Dazu kommen 1.000 bis 2.500 Euro für Leasing über BYD Lease, 1.000 bis 2.000 Euro für den Eintausch eines Pkw und 500 Euro für eine BYD-Versicherung über die Uniqa. Alle gelten bei Kaufvertrag bis 31. Dezember 2026 oder bis auf Widerruf.
Am meisten bringt das beim Seal: 50.990 Euro Listenpreis, mit allen Boni 39.990 Euro. Wer privat bar kauft und nichts eintauscht, zahlt 44.990 Euro, Firmen bekommen den E-Mobilitätsbonus Plus nicht. Zu jedem Preis kommt das Österreich-Paket mit Unterbodenversiegelung und Ladekabel um 690 Euro, beim Dolphin 490 Euro.
Unter 40.000 Euro Listenpreis, der Grenze für den vollen Vorsteuerabzug, liegen Dolphin Surf, Dolphin und Atto 2. Bei den übrigen liegt schon der Listenpreis darüber. Maßgeblich sind die tatsächlichen Anschaffungskosten, und Firmen bekommen den E-Mobilitätsbonus Plus nicht.
Wie gut BYD-Elektroautos in Tests abschneiden
Der ADAC hat fünf BYD-Modelle getestet, teils in älteren Versionen. Die besten Noten bekamen Seal und Sealion 7 mit 2,0, die schlechteste der Dolphin Surf mit 2,6.
| Modell (Testversion) | Note | Verbrauch Ecotest | Reichweite im Test |
|---|---|---|---|
| Dolphin Surf Boost (ADAC) | 2,6 | 19,2 kWh | 260 km |
| Dolphin Comfort (ADAC) | 2,3 | 19,1 kWh | 350 km |
| Atto 2 Boost 45 kWh (ÖAMTC) | 2,4 | 20,4 kWh | 250 km |
| Seal U Design 2024 (ADAC) | 2,3 | 22,2 kWh | 425 km |
| Seal Design, vor Facelift (ADAC) | 2,0 | 21,2 kWh | 405 km |
| Sealion 7 Excellence (ADAC) | 2,0 | 24,1 kWh | 432 km |
Das Muster ist bei fast allen gleich: Gelobt werden Verarbeitung, Ausstattung und Garantie, kritisiert der hohe Verbrauch und die Bedienung mit versteckten Untermenüs und schlecht übersetzten Texten. Der Seal U fiel beim ADAC im Ausweichtest bei 90 km/h durch. Den Atto 2 gibt es inzwischen nur noch mit 64,8 kWh, getestet wurde die frühere Version mit 45 kWh.
Blade-Batterie, Laden und Allrad
Alle Elektroautos von BYD fahren mit LFP-Zellen, die BYD selbst als Blade-Batterie baut. BYD gibt darauf 8 Jahre oder 250.000 km Garantie, mehr als die 160.000 km der meisten Hersteller.
Beim Laden liegen die Modelle weit auseinander. Der Sealion 7 Excellence lädt mit 230 kW in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent, der Atto 3 Evo mit 220 kW in 25 Minuten. Seal, Seal U und Dolphin brauchen 37 bis 43 Minuten. Die Wärmepumpe ist bei allen Modellen außer dem Dolphin Surf Serie.
Allrad gibt es beim Atto 3 Evo, Seal und Sealion 7, jeweils als Excellence. Bei Seal und Sealion 7 nennt BYD für den Allrad 145 kW Nennleistung statt 70 kW. Die Versicherungssteuer verdoppelt sich damit: beim Seal von rund 31 bis 33 auf 64 bis 68 Euro im Monat, beim Sealion 7 von 37 bis 40 auf 76 bis 79 Euro. Am wenigsten zahlt der Dolphin Surf mit 7 bis 11 Euro.
Garantie
BYD gibt 6 Jahre oder 150.000 km auf das Fahrzeug und 8 Jahre oder 250.000 km auf die Antriebsbatterie. Service ist alle 24 Monate oder 30.000 km fällig. Kia und MG geben 7 Jahre, Škoda 5 und Toyota 3 Jahre ab Werk.
Platz und Anhänger
Den größten Kofferraum hat laut BYD der Sealion 7 mit 520 Litern und 58 Litern vorn, gefolgt vom Seal U mit 505 und dem Atto 3 Evo mit 490 Litern und 95 Litern unter der Fronthaube. Gemessen hat der ADAC deutlich weniger: beim Seal U 320, beim Sealion 7 385 Liter. Die Limousine Seal fasst nach dem Facelift 485 Liter.
Ziehen dürfen nur die größeren Modelle richtig: 1.500 kg der Atto 3 Evo und die Allradversionen von Seal und Sealion 7, 1.300 kg der Seal U Design. Mit Heckantrieb ziehen Seal und Sealion 7 nur 750 kg. Dolphin und Dolphin Surf dürfen keinen Anhänger ziehen, der Atto 2 nur einen ungebremsten bis 750 kg.






